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Unsere Philosophie Wir sind für Sie da und stellen uns vor

„Nicht sehen können
trennt von den Dingen,
nicht hören können
von den Menschen.“
Emmanuel Kant
Frau Julia Ruschmeyer

Das Gehör ist unser wichtigstes Kommunikationsorgan, doch die wenigsten Menschen denken bewusst über ihre Ohren nach. Dabei sind es Hochleistungs- Präzisionsinstrumente. Vergleicht man ihre Leistung mit der einer Waage, könnte man von 1 Milligramm bis 1000 Tonnen hören. Der Nachteil des Organs: Es ist nicht für unsere laute Zivilisation geschaffen und einmal aufgetretene Hörschäden sind meist irreparabel.

Wer gut hört, weiß oft nicht, was es bedeutet, schlecht oder gar nicht zu hören. Die Bedeutung des Hörsinns geht über das bloße Verstehen einer Mitteilung weit hinaus. Neben der reinen Vermittlung von sprachlicher Information erfüllt das Hören in unserem Leben noch weitere wichtige Aufgaben:

  • Das Hören hat Warnfunktion. Es macht zum Beispiel auf Gefahren im Straßenverkehr aufmerksam. Wer schlecht hört, kann beim Überqueren einer Straße das nahende Auto überhören. Auch die Aufmerksamkeit wird vielfach durch das Hören aktiviert. "Der Nächste bitte" kann vom schlecht hörenden Menschen ebenso überhört werden wie Durchsagen auf Bahnhöfen.
  • Das Ohr nimmt 24 Stunden am Tag Informationen aus der Umwelt auf. Ob Läuten des Telefons, Vogelgezwitscher, Hintergrundmusik, tropfender Wasserhahn das Gehör versorgt uns ständig mit Informationen, die als mehr oder weniger angenehm empfunden werden.
  • Eine wichtige Gehörfunktion ist die Orientierung. Mit schlechtem Gehör ist es nahezu unmöglich festzustellen, woher ein Geräusch kommt und wie weit es entfernt ist. Gerade im Dunkeln merkt man, wie wichtig dies ist.
  • Für den Spracherwerb ist ein funktionierendes Gehör besonders wichtig. Denn erst Hören ermöglicht eine lautsprachliche Kommunikation. Doch auch, wenn die Sprache beherrscht wird, muss sie weiterhin gepflegt werden. Wer schlechter hört, bei dem kann auch die Sprache mit der Zeit verkümmern.
  • Er verliert die Möglichkeit, soziale Kontakte aufzunehmen und gerät immer mehr in die Isolation und vereinsamt. In zwischenmenschlichen Beziehungen ist nicht nur wichtig, was gesprochen wird, sondern auch wie gesprochen wird. Denn: "Der Ton macht die Musik".
  • Das Gehör ist ein wichtiger Empfänger für Begleitinformationen auf der emotionalen und sozialen Ebene. Allein die Betonung eines einzelnen Wortes, wie "nein", kann diesem höchst unterschiedliche Bedeutungen geben. Erstaunen, Begeisterung, Zustimmung, Ablehnung, Zweifel, Ironie, Heuchelei - all dies kann Sprache quasi "nebenbei" aussagen.